Gemeinde Dürnau

Seitenbereiche

Wichtige Links

Startseite | Inhalt | Impressum

Volltextsuche

Dürnau
leicht bewölkt
24°C

Unterbringung von Flüchtlingen

Unterbringung von Flüchtlingen - neue Standortmöglichkeiten

Die dramatische Entwicklung der Zuwandererströme ist sicher allen Beteiligten aus den Medien bekannt. Die Gemeinde Dürnau bemüht sich bereits seit geraumer Zeit auf vielfältige Weise, Wohnraum zur Unterbringung von Asylbewerbern zu erhalten. Leider bisher ohne Erfolg.

Aus diesem Grund bestand die Bereitschaft, ein neues Gebäude nach Vorprüfung in der Jurastraße, in der Nähe des Wertstoffhofes, zu errichten. Gegen diesen Standort entwickelte sich aus Teilen des Umgebungsbereichs deutliche Kritik. Deshalb hat sich der Gemeinderat noch vor der Sommerpause darauf verständigt, erneut in eine Standortdiskussion zu gehen. Für insgesamt 6 Standorte wurde eine Geeignetheitsprüfung erstellt. Im Wesentlichen handelt es sich um Flächen, die eher in der Nähe des Ortsrandes liegen. Dabei wird dennoch Wert darauf gelegt, auf die Einbindung in die bebaute Ortslage zu achten. Im Ortskern konnte die Verwaltung momentan keine geeigneten Neubauflächen für die Nutzung ermitteln.

Bei den 6 Standorten zeigt sich in der Bewertung durch das Planungsbüro "m-quadrat", dass es nicht einen herausragenden Standort gibt, sondern in den Einzelkriterien unterschiedliche Ergebnisse ermittelt wurden. Ein wichtiger Aspekt wird - auf Grund der drängenden Zeit - auch die zügige Umsetzbarkeit sein.

Der Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung am 26.10.2015 auf folgende Standorte zur Weiterprüfung verständigt:

  • Flst. 403 (ehemaliges Gralglas-Gelände)
  • Gewerbegebiet "Unteres Ried", nördlich der Daimlerstraße

Die Standorte Jurastraße (Bereich Wertstoffhof), Frühlingstraße (Ecke Kornbergweg), Frühlingstraße (südlich Kinderhaus), werden voläufig nicht weitergefprüft, jedoch im Rahmen der weiteren Standortentwicklung als Diskussionsgrundlage beibehalten. Nicht weiterverfolgt werden soll der Standort westlich des Edeka-Marktes.

Bezüglich des Standortes Flst. 403 haben Gespräche stattgefunden, danach kann sich der Eigentümer vorstellen, als Investor ein Gebäude (Holz- oder Stahlbauweise) zu errichten und direkt an den Landkreis Göppingen zu vermieten.

Das Landratsamt Göppingen wurde bereits von diesem Standort informiert und darum gebeten zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Realisierung erfüllt wären. Der Landkreis Göppingen beabsichtigt, die Zuweisung der Personen nach dem Einwohnerschlüssel in die Kreisgemeinden vorzunehmen. Lag die Planungszahl Ende August 2015 für Dürnau bei 17 Personen, wurde sie mit Schreiben des Landratsamtes vom 14.10.2015 auf 36 Personen für Dürnau angepasst. Dies bedeutet nochmals eine zusätzliche Herausforderung für alle Beteiligten.

Der Gemeinderat hat im Rahmen seiner Abwägung darauf geachtet, eine Reihe von Standortkriterien zu berücksichtigen. Erfreulicherweise erfolgte der entsprechende Gemeinderatsbeschluss einmütig, so dass die Gemeinde sich engagieren wird, die weiteren Voraussetzungen zur Umsetzung zu erreichen.

Gleichzeitig wollen wir die Öffentlichkeit möglichst umfassend über die Entwicklung unterrichten. Neben dem Bericht besteht die Möglichkeit, sich auf der Homepage der Gemeinde näher über die Standorte zu informieren. Selbstverständlich können Sie auch jederzeit mich persönlich in dieser Thematik ansprechen.

Es ist jedoch auch wichtig, demokratisch getroffene Entscheidungen zu respektieren. Denn bei jedem Ergebnis wird es unterschiedliche Auffassung geben. Ziel ist es, bei Entscheidungen, die von der Gemeinde getroffen werden, eine große Aktzeptanz in der Bevölkerung zu erreichen.

Darüber hinaus konnte in einem ersten Schritt mit Vertretern der verschiedenen Einrichtungen unserer Gemeinde ein erstes Abstimmungsgespräch mit der Flüchtlingsstelle des Landkreises hinsichtlich der Strukturierung von ehrenamtlichen Leistungen bei einer ersten Zuweisung in unsere Gemeinde geführt werden. Die Gespächsteilnehmer sind dabei so verblieben, dass Ende November/Anfang Dezember ein Informationsgespräch für ehrenamtliche Helferinnen und Helfer und die eigentliche Bildung des Arbeitskreises Asyl stattfinden soll.

Wir hoffen, dass wir auf diesem Wege einen konstruktiven Beitrag in dieser wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe zur Hilfe von Menschen in Not auch in unserer Gemeinde leisten können. 

Mit freundlichem Gruß

Friedrich Buchmaier
Bürgermeister

Liebe Dürnauerinnen und Dürnauer!

Auf Grund der weiter steigenden Asylbewerberzahlen ist auch der Landkreis Göppingen weiterhin in der Pflicht, zusätzliche Plätze zur Unterbringung von Asylbewerbern zu schaffen. Um eine möglichst dezentrale und gleichmäßige Unterbringung der Asylbewerber zu erreichen und den Landkreis bei dieser Aufgabe zu unterstützen, ist es wichtig, dass auch in unserer Gemeinde Wohnraum zur Verfügung gestellt wird.

Unsere Gemeinde will dabei zu einer zeitgemäßen  Willkommenskultur beitragen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten bei der Suche und Vermittlung nach Wohnraum für die Asylsuchenden helfen.

Denn gelingende Integration braucht die Unterstützung von uns allen. Deshalb appelliere ich besonders an die privaten Eigentümer, uns bei der Zurverfügungstellung von Unterkünften zu unterstützen. Gesucht werden sowohl Wohnungen für Familien wie auch für Einzelpersonen.

Gerne können Sie sich mit Ihren Fragen an mich oder an den Ansprechpartner des Landkreises Göppingen, Herrn Walter Mann, Tel. 07161/202-245, wenden.

Parallel zur bereits seit einiger Zeit laufenden intensiven Suche nach geeigneten Privatunterkünften, die bisher leider nicht erfolgreich war, macht sich die Gemeinde nun Gedanken, das Raumangebot durch einen kommunalen Neubau zu schaffen. Die Überlegung hierbei ist, einen geeigneten Standort zu finden, der auch hinsichtlich der Kosten vertretbare Rahmenbedingungen schafft. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurde dabei der Standort im Bereich der Jurastraße, am Rande der Wohnbebauung gegenüber dem Wertstoffhof, als geeignet bewertet.

Dabei steht in der Überlegung, ein preisgünstiges Gebäude mit einer Grundausstattung in 2- oder 3-geschossiger Bauweise mit 2 bis 3 Wohnungen für insgesamt 15 Personen zu realisieren. Der Gemeinderat hat die Gemeindeverwaltung beauftragt, weitere Einzelheiten mit dem Landratsamt Göppingen zu klären.

In diesem Zusammenhang ist es uns ein großes Anliegen, die Bevölkerung frühzeitig über diese Überlegungen zu informieren. Sobald weitere Einzelheiten vorliegen, wird dann auch das Informationsgespräch mit den Eigentümern der  Nachbargrundstücke geführt.

Unabhängig hiervon besteht natürlich auch weiterhin Offenheit, alternative Prüfungen bei vorliegenden Raumangeboten in die weitere Beratung mit aufzunehmen.

Dankbar sind wir im Zusammenhang mit diesem drängenden Thema dafür, dass bereits einige Mitbürgerinnen und Mitbürger Bereitschaft signalisiert haben, an der Integration durch persönliche Unterstützung und Hilfen mitzuwirken.

Dies stellt ein wichtiges Zeichen der Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft dar, welches wir sicher gerne den in Not geratenen Menschen zu teil werden lassen. Unterstützen Sie uns bitte in dieser schwierigen Situation mit Ihrem Verständnis, Ihrer Anteilnahme und vielleicht einem geeigneten Angebot!

Ihr

Friedrich Buchmaier
Bürgermeister